Die Feldtage 2026 fanden vom 10. bis 12. Juni 2026 unter dem Motto «innovativ und praxisnah» in Kirchberg (BE) statt. An der grössten Pflanzenbauveranstaltung der Schweiz erfuhren rund 7400 Besucherinnen und Besucher, wie die Schweizer Landwirtschaft dank neuen Sorten, alternativen Anbaumethoden und innovativen Technologien nachhaltiger wird, ohne an Produktivität einzubüssen.
Die Versuchsflächen in Kirchberg (BE) präsentierten sich an den Feldtagen 2026 dank frühem Vegetationsbeginn in fortgeschrittenem Zustand. Die rund 7400 Besucherinnen und Besucher informierten sich über aktuelle Entwicklungen im Pflanzenbau und erfuhren, wie die Schweizer Landwirtschaft dank neuen Sorten, alternativen Anbaumethoden und innovativen Technologien Fortschritte bei der Nachhaltigkeit macht. «Auf 15 Hektaren Versuchs- und Ausstellungsfläche standen Sorten- und Anbauversuche, Bodenthemen sowie Robotik und Drohnen im Zentrum», erläutert Chantal Meier, die OK-Präsidentin der grössten Pflanzenbauveranstaltung der Schweiz. Organisiert wurde der Anlass von den fenaco Unternehmen LANDOR, AGROLINE und UFA-Samen.
Direkter Vergleich unter Praxisbedingungen
Ein Schwerpunkt der Feldtage 2026 bildeten über 300 Sorten- und Anbauvergleiche unter Praxisbedingungen. Präsentiert wurde das gesamte Spektrum: Getreide, Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Raps, Eiweisspflanzen, Sonnenblumen sowie Gemüsebau. Die Versuche erlaubten den Besucherinnen und Besuchern einen direkten Vergleich von Ertrag, Qualität und Resilienz gegenüber Krankheiten. Besondere Aufmerksamkeit erhielten Versuche mit Sorten, die mit der ökologischen «ThermoSem»-Methode mit Wasserdampf gegen samenbürtige Krankheiten behandelt worden waren. Auf reges Interesse stiessen zudem Futterbau-Mischungen von UFA-Samen, die bei extremen Wetterlagen bestehen. Diese werden auch in der Schweiz immer häufiger und stellen ein wachsendes Problem für Landwirtinnen und Landwirte dar.
Die Landwirtinnen und Landwirte konnten sich ergänzend ein Bild von modernen Anbauverfahren machen. Besonders hohe Aufmerksamkeit erhielten dabei die gezielte (teilflächenspezifische) Düngung, Prognosemodelle für den Düngerbedarf sowie innovative Bewässerungstechniken im Kartoffelbau. Dabei wurden die Leistungen von drei verschiedenen Bewässerungssystemen verglichen. «Eine smarte Bewässerung verbessert die Nährstoffaufnahme der Pflanzen und optimiert zugleich die Wassernutzung. Wir wollten zeigen, wie sich bei den Kartoffeln Trockenstress und Ertragseinbussen reduzieren lassen», erläutert Christoph Brönnimann, Leiter Anbauversuche bei den Feldtagen 2026.
Live-Demonstrationen von Robotern und Drohnen
Autonome Fahrzeuge, kameragesteuerte Hackgeräte und Unkrautroboter führten ihre Verfahren direkt auf dem Feld vor. Die Besucherinnen und Besucher konnten zum Beispiel die Ullmanna-Technologie kennen lernen, ein kameragesteuertes Hackgerät für die mechanische Unkrautbekämpfung.
Die Agrarpiloten von AGROLINE zeigten, wie sich Hilfsstoffe mit Agrardrohnen präzise und effizient ausbringen lassen. Auch der Boden rückte in den Fokus. In Demonstrationen wurde gezeigt, welche Auswirkungen unterschiedliche Reifendrücke auf den Bodendruck haben. Ein begehbares Bodenprofil legte die Struktur und die Durchwurzelung des Bodens offen.
Austausch und Fachwissen
Täglich 30 geführte Rundgänge, 10 Fachvorträge und eine Ausstellfläche mit rund fünfzig Unternehmen machten die Feldtage 2026 zu einem zentralen Treffpunkt für Praxis, Forschung und Beratung im Pflanzenbau. «Die ganze Branche arbeitet daran, die Landwirtschaft nachhaltiger zu machen, ohne dass sie an Produktivität einbüsst. Die Feldtage haben eindrücklich gezeigt, wie praxisnah sich Innovationen im Pflanzenbau heute umsetzen lassen», fasst Jürg Friedli, Leiter Pflanzenbau bei der fenaco, die Feldtage 2026 zusammen.